Bundeswettbewerb Fremdsprachen SOLO Plus

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen richtet sich an sprachlich interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler, die Freude daran haben, Sprachen lebendig zu nutzen und neue kulturelle Perspektiven zu entdecken. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, Wissen in modernen und alten Sprachen – etwa Englisch, Französisch, Spanisch, Latein oder Griechisch – zu vertiefen und über Sprache den Zugang zu Kultur, Geschichte und Gegenwart zu erweitern.
Der Wettbewerb ist Teil von Bildung & Begabung, dem Talentförderzentrum des Bundes und der Länder, und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Stifterverband und den Ländern finanziell unterstützt.
Kategorie SOLO Plus
In der Kategorie SOLO Plus zeigen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ihre Sprachkompetenz, Kreativität und wissenschaftspropädeutischen Fähigkeiten.
Zentral ist ein selbst gewähltes Videoprojekt, das in einer oder mehreren Sprachen gestaltet wird – moderne Sprachen ebenso wie Latein oder Griechisch. Ob literarische Analyse, sprachvergleichende Studie oder kulturelles Forschungsprojekt: Gefragt sind Eigeninitiative, sprachliche Präzision und die Fähigkeit, Themen über den Unterricht hinaus eigenständig zu bearbeiten.
SOLO Plus bietet damit eine Bühne für junge Menschen, die Sprache als Schlüssel zu Denken, Kultur und Geschichte verstehen.
Weitere Informationen zu Themenwahl, Ablauf und Bewertung finden Sie auf www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de.
Auch in diesem Jahr hat die Elisabeth-Lebek-Stiftung "Lebendiges Latein" e.V. zwei Jugendliche auszeichnen dürfen, die im Rahmen des Bundeswettbewerb Fremdsprachen SOLO Plus mit Latein angetreten sind und mit besonderen Leistungen überzeugt haben.
Das Finale fand vom 19.-22. März 2026 in Bielefeld statt. 57 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland qualifizierten sich für die Finalrunde durch einen Videobeitrag zum Thema „Brücken bauen“ und stellten in Bielefeld ihre Fremdsprachenkompetenzen, sozialen Skills und ihre Kreativität in jeweils zwei Fremdsprachen unter Beweis; dies geschah in unterschiedlichen Formaten vom Podcast, über einen Escape-Room und eine Reader-Aufgabe zum Thema „Kernidentität“ bis hin zu einer mündlichen Prüfung. Wer mit Latein antrat, setzte sich u.a. auseinander mit Ovids Darstellung der Schöpfung des Menschen in den Metamorphosen und dem Raub der Sabinerinnen.
Die Elisabeth-Lebek-Stiftung belohnte Keti-Danai Mantzaridou vom Karlsgymnasium München-Pasing und Finn Schünemann vom Gymnasium Sulingen für ihre besonderen Leistungen im Fach Latein. Beide erhielten bei der Preisverleihung in der Kunsthalle Bielefeld einen Geldpreis in Höhe von 1200 Euro; dieses Preisgeld soll es ihnen ermöglichen, das archäologische Erbe der Römer „in situ“ kennenzulernen. Wir gratulieren der Preisträgerin sowie dem Preisträger und sind gespannt, welches Reiseziel sie wählen.