Salvete!
Herzlich Willkommen auf der Homepage der Elisabeth-Lebek-Stiftung Lebendiges Latein e.V.!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Stiftung, die es sich vornehmlich zur Aufgabe gemacht hat, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, sich über den Fachunterricht hinaus mit Latein und der durch Latein vermittelten europäischen Kultur zu beschäftigen. Gefördert werden sollen Schülerinnen und Schüler, die auf dem Gebiet der lateinischen Sprache und Literatur außergewöhnliche Leistungen erbringen.
Wir möchten Ihnen die Möglichkeit geben, sich insbesondere über die Ziele der Stiftung sowie über die von der Stiftung unterstützten Wettbewerbe zu informieren.
Kennenlernen können Sie auch die Personen, die mit der Stiftung sowie dem Förderverein verbunden sind, allen voran die Namensgeberin und Gründerin der Stiftung, Elisabeth Lebek, sowie die Mitglieder des Vorstandes.
Vorstellen möchten wir Ihnen auch einige der Preisträgerinnen und Preisträger, die von der Elisabeth-Lebek-Stiftung ausgezeichnet wurden. Vielleicht mögen Sie auch gedanklich eine Reise zu antiken römischen Stätten des Imperium Romanum unternehmen; die von Schülerinnen und Schülern verfassten Reisberichte laden hierzu ein.
Nicht zuletzt möchten wir Sie noch hinweisen auf unseren Förderverein. Die Struktur der Stiftung als Förderverein ermöglicht es Mitgliedern über die finanzielle Unterstützung hinaus, die Stiftung aktiv mitzugestalten und Projektideen einzubringen. Informationen zu Möglichkeiten Ihrer Unterstützung finden Sie hier.
Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie auf diesem Weg
Frieda-Lotte Oesemann gewinnt in Halle/Saale den Preis der Elisabeth-Lebek-Stiftung
Zum 29. Mal fand vom 15.-17.06.2026 das Finale des Oberstufenwettbewerbs des Certamen Franckianum in Halle/Saale statt. Fünf Schülerinnen und zwei Schüler stellten zunächst einer Fachjury bestehend aus Kolleginnen und Kollegen von Schule und Hochschule Vorträge zu einem selbst gewählten Thema vor, um anschließend darüber mit der Jury ins kritische Gespräch zu kommen. Zudem hatten die Kandidatinnen und Kandidaten die Gelegenheit, sich in zwei Auswahlgesprächen für die Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V. der Jury persönlich vorzustellen. Besonders beeindruckend war es zu hören und zu sehen, wie viele der jungen Leute sich aktiv, z.B. in der Hallianz Für Vielfalt, für die Demokratieförderung und somit vorbildlich für unsere Gesellschaft einsetzen.
Höchst abwechslungsreich waren die Fachthemen der Teilnehmenden. Diese referierten u.a. über die „Bellum-iustum-Lehre“ bei Caesar, Cicero und Erasmus von Rotterdam, das Frauenbild in der römischen Liebeselegie oder Shakespeare’s Brutusdarstellung als Tyrannenmörder in „Julius Caesar“ oder lieferten eine Analyse zu der Sprache in den Werken des Astronomen Johannes Kepler. Besonders zu überzeugen wusste Frieda-Lotte Oesemann vom Privat-Gymnasium Stendal. Für ihren Vortrag zum Thema „Panem et circenses – zwischen Kolosseum und Social Media“ Untertitel: „Wenn Demütigung zur Unterhaltung wird“ sowie ihre Leistungen in den Auswahlgesprächen wurde die Abiturientin mit dem 2. Platz und damit dem Preis der Elisabeth-Lebek-Stiftung „Lebendiges Latein“ e.V. prämiert.
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Frieda-Lotte Oesemann stellt sich vor
Ich bin Frieda- Lotte Oesemann, 18 Jahre alt, und habe in diesem Jahr mein Abitur am Privatgymnasium in Stendal abgelegt. Latein begleitet mich seit der 7. Klasse, in der ich es als zweite Fremdsprache wählte.
Besonders viel Freude bereitet mir hierbei das Übersetzen. Ich mag die Kombination aus logischem Denken und sprachlicher Genauigkeit, die dabei gefragt ist. Gleichzeitig macht es mir Spaß, durch die Originaltexte einen direkten Einblick in die antike Welt zu bekommen und die Geschichten sowie Gedanken der damaligen Zeit kennenzulernen.
Auf das Certamen Franckianum wurde ich von meiner Lateinlehrerin aufmerksam gemacht, die mir die Teilnahme empfohlen hat. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, mich intensiver mit einem spannenden Thema zu beschäftigen und dabei neue Erfahrungen zu sammeln. Nach der erfolgreichen ersten und zweiten Wettbewerbsrunde durfte ich schließlich an der Endrunde teilnehmen.
Besonders spannend fand ich, dass mein Wettbewerbsthema für die Endrunde "Panem et circenses - zwischen Kolosseum und Social Media! Untertitel: Wenn Demütigung zur Unterhaltung wird." nicht nur die Antike, sondern auch unsere heutige Gesellschaft in den Blick genommen hat. Während der Arbeit wurde mir immer wieder bewusst, dass sich manche gesellschaftlichen Mechanismen über die Jahrhunderte kaum verändert haben. Gerade dieser Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat meinen Blick auf beide Seiten erweitert und mir gezeigt, wie aktuell die Auseinandersetzung mit antiken Themen noch immer sein kann.
Für meine Leistungen im Wettbewerb wurde ich mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass dieser Preis der Elisabeth-Lebeck-Stiftung aus deinem Preisgeld in Höhe von 1200,-€ besteht. Im September werde ich gemeinsam mit einem ehemaligen Klassenkameraden nach Frankreich und Italien reisen. Ich hoffe, dort nicht nur viele antike Stätten zu besuchen und mein Interesse an der Geschichte weiter zu vertiefen, sondern auch schöne Momente zu erleben und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.
Im Herbst werde ich mein Lehramtsstudium für Mathematik und Latein an der Universität Potsdam beginnen. Ich freue mich darauf, meine Begeisterung für beide Fächer weiterzuentwickeln und sie später hoffentlich auch an andere weiterzugeben.

Ausgezeichnete Leistungen prämiert
Am 10.06.2026 fand am Gymnasium St. Christophorus in Werne die diesjährige Preisverleihungsfeier des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen Solo statt. Bei dieser abwechslungsreichen und von Dr. Lorenzo di Maggio hervorragend organisierten Veranstaltung wurden insgesamt 99 Schülerinnen und Schüler - 30 im SOLO und 69 im Teamwettbewerb - für ihre herausragenden Leistungen in den Fächern Latein und Altgriechisch prämiert.
Sowohl die Gastgeberin und Schulleiterin Frau Crämer, der an dieser Stelle ein herzlicher Dank gilt, als auch alle weiteren Rednerinnen und Redner aus Politik und aus den Verbänden lobten das hohe außerunterrichtliche Engagement der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie deren kreativen und fachlich hervorragenden Beiträge. Vor allem die im Teamwettbewerb erstellten Videos in lateinischer Sprache zeigten, wie wir heute zeitgemäß mit der lateinischen Sprache umgehen und uns mit ihr auseinandersetzen können. In besonderer Weise wird der Siegerbeitrag vom "Team 2" des Städt. Helmholtz-Gymnasiums Essen unter Leitung von Herrn Pascal Schrempp in dieser Kategorie mit dem Titel "Pugna verborum", in der sich Cicero mit Catilina in einem live vorgetragenen Rap "battelten", allen Gästen in Erinnerung bleiben.
Der Elisabeth-Lebek-Stiftung "Lebendiges Latein" e.V. kam in dieser Feier eine besonders tragende Bedeutung zu, da sie allein 17 Preisträgerinnen und Preisträger im Wettbewerb SOLO mit Geldpreisen auszeichnen durfte. Besonders beeindruckt zeigte sich Alexander Weber, der Zweite Vorsitzende der Stiftung, von den Leistungen von Mariella Klitzpera (Heilig-Geist-Gymnasium Würselen) und Evelyn Dick (Gymnasium Heepen Bielefeld), die mit 97,50 bzw. 97,00 von 100 Punkten außergewöhnliche Leistungen erbracht hatten. Sie hatten sich mit Plinius "otium"-Begriff und antiker Freizeitgestaltung auseinandergesetzt und dabei u.a. ihre eigene Vorstellungen von sinnvoller Freizeitgestaltung lateinisch in einem Video vorgestellt, einen Originaltext des Plinius übersetzt, Fragen aufgrund von Hörverstehen beantwortet, einen lateinischen Lückentext gelöst oder eine sprachlich-stilistische Analyse durchgeführt. Alle 17 Preisträgerinnen und Preisträger haben durch ihre Leistungen hohe kognitive Fähigkeiten und Sprachkompetenz nachgewiesen. Sie alle haben durch ihre Leistungen Zeugnis von der Bedeutung der lateinischen Sprache im Hier und Jetzt abgelegt.
In der abschließenden Laudatio forderte Frau Dr. Barbara Verwiebe vom Ministerium für Schule und Bildung NRW daher, endlich die Frage, warum Schülerinnen und Schüler eine tote Sprache erlernten, umzukehren in die Frage, warum sie eine unsterbliche Sprache erlernten. Denn die Philosophie, Literatur, Architektur und viele weitere Bereiche seien heute ohne die Leistungen antiker Denker nicht möglich. Wer sich mit den alten Sprachen auseinandersetze, dem erschließe sich eine neue Welt. Wer die alten Sprachen im Original lese, betreibe aktives Denken, nicht passiven Konsum. Wer mit Übersetzungen arbeite, die Originallektüre aber nicht verstehe, bleibe außen vor, dringe nicht in deren Welt ein. Wer aber das Original lese, der höre plötzlich eine entfernte Stimme ganz nahe.
Mit diesen denkwürdigen Worten und einem gemeinsamen Abschiedslied endete diese äußerst gelungene Veranstaltung, die Vorfreude auf den Wettbewerb 2027 bereitet. Die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen werden im Sommer 2027 an die Schulen versendet.
Preisträger Finn Schünemann stellt sich vor
Ich bin Finn Schünemann, 17 Jahre alt und wohne in Sulingen (zwischen Bremen und Hannover). Derzeit besuche ich die 12. Klasse des Gymnasiums Sulingen und werde dort voraussichtlich nächstes Jahr mein Abitur ablegen – unter anderem auch mit Latein als Prüfungsfach.
Latein habe ich in der sechsten Klasse als zweite Fremdsprache gewählt, zunächst ohne Vorkenntnisse. Ich habe mir damals vor allem erhofft, dort meine Präferenz für logisches und strukturiertes Lernen - wie in den Naturwissenschaften – wiederzufinden. Und genau das hat sich bestätigt: Mit den Jahren wurde mein Interesse für Latein immer größer, wodurch ich in der achten Klasse auf Rat meiner damaligen Lateinlehrerin das erste Mal am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen habe. In den folgenden Jahren habe ich erneut am Wettbewerb teilgenommen, und dort zum Beispiel in der zehnten Klasse einen dritten Preis in Niedersachsen erlangt.
In der Oberstufe nahm ich dann am SOLO Plus Wettbewerb mit den Sprachen Latein und Englisch teil, und konnte damit in diesem Jahr den Sonderpreis für Latein der Elisabeth-Lebek-Stiftung gewinnen, was mich sehr gefreut hat. Den großartigen Reisegutschein werde ich voraussichtlich im Sommer nach dem Abitur nutzen, um wahrscheinlich nach Italien (und eventuell Griechenland) zu reisen und neben gutem Essen auch einige historische Orte sowie Sehenswürdigkeiten zu erkunden, um noch mehr über die (antike) römische Geschichte und Kultur hautnah zu erfahren.
Danach habe ich vor, Wirtschaftsinformatik zu studieren - ein Bereich, der in seiner strukturierten und analytischen Herangehensweise viele Ähnlichkeiten zum Übersetzen lateinischer Texte aufweist.

Certamen-Carolinum-Preisträgerin Pia Monz stellt sich vor
Ich bin Pia Monz, 19 Jahre alt, und ehemalige Preisträgerin der Elisabeth-Lebek-Stiftung.
Meine ersten Berührungspunkte mit der lateinischen Sprache hatte ich durch meinen Vater, der Lateinlehrer ist. Auf dem Gymnasium Marienberg in Neuss wurde meine Begeisterung dafür gut gefördert und ich nahm in der Mittelstufe gleich mehrfach erfolgreich am Bundeswettbewerb Fremdsprachen SOLO Latein teil, was die Elisabeth-Lebek-Stiftung jeweils mit einem Geldpreis honorierte.
2022 durfte ich als Landessiegerin in Latein auch am bundesweiten Fremdsprachenturnier teilnehmen, bei dem ich einige gute Kontakte zu anderen Sprachbegeisterten knüpfen konnte.
Nach diesen Erfolgserlebnissen nahm ich 2023 am Certamen Carolinum - Landesschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW teil. Nach einer Facharbeit zu Senecas Verhältnis zum Tod und einer Übersetzungsklausur hielt ich, schon lange politisch interessiert, im Finale einen Vortrag über Ciceros idealen Staatsmann und die Verantwortung heutiger Politikerinnen und Politiker. Diesen Beitrag zeichnete die Elisabeth-Lebek-Stiftung mit einem großzügigen Reisepreis aus. Im vergangenen Herbst konnte ich damit eine Rundreise durch England machen, die mich unter anderen bis an den Hadrianswall geführt und bleibende Erinnerungen hinterlassen hat.
Auch durch meine Vorbereitung auf das Certamen Carolinum inspiriert habe ich im Anschluss an mein Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr im politischen Bereich absolviert, bevor ich 2025 mein Physikstudium an der RWTH Aachen begonnen habe.

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