Certamen Franckianum

Der Landesschülerwettbewerb Certamen Franckianum richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller gymnasialen Stufen und bietet zwei Wettbewerbszweige an.
Das Certamen puerile für die Unterstufe und das Certamen iuvenile für die Mittelstufe stellen den Schülerinnen und Schülern Aufgaben, die eine Auseinandersetzung mit einem lateinischen Text und eine Dokumentation des Textverständnisses durch eine kreative Umsetzung des antiken Textes verlangen. Sie sollen sich dabei auch mit Themen auseinandersetzen, die eine Bedeutung für die aktuelle Welt der Schülerinnen und Schüler haben.
Das Certamen Graecum / Latinum fordert von den Schülerinnen und Schülern in einem dreiteiligen Wettbewerb zunächst die Übersetzung eines komplexen antiken Textes, danach die Interpretation eines antiken Textes mit vorgegebener Aufgabenstellung und unter Beachtung und Anwendung der Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens, zum Schluss für diejenigen, welche die Endrunde erreichen, einen Vortrag mit selbstgewähltem Thema, ein anschließendes Kolloquium und ein Auswahlgespräch nach den Kriterien der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Informationen zu den Teilnahmebedingungen, dem Wettbewerbsverlauf sowie den Preisen erhalten Sie unter der Rubrik „Wettbewerbe“ auf der Internetseite latina-halle.de.
Zum 29. Mal fand vom 15.-17.06.2026 das Finale des Oberstufenwettbewerbs des Certamen Franckianum in Halle/Saale statt. Fünf Schülerinnen und zwei Schüler stellten zunächst einer Fachjury bestehend aus Kolleginnen und Kollegen von Schule und Hochschule Vorträge zu einem selbst gewählten Thema vor, um anschließend darüber mit der Jury ins kritische Gespräch zu kommen. Zudem hatten die Kandidatinnen und Kandidaten die Gelegenheit, sich in zwei Auswahlgesprächen für die Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V. der Jury persönlich vorzustellen. Besonders beeindruckend war es zu hören und zu sehen, wie viele der jungen Leute sich aktiv, z.B. in der Hallianz Für Vielfalt, für die Demokratieförderung und somit vorbildlich für unsere Gesellschaft einsetzen.
Höchst abwechslungsreich waren die Fachthemen der Teilnehmenden. Diese referierten u.a. über die „Bellum-iustum-Lehre“ bei Caesar, Cicero und Erasmus von Rotterdam, das Frauenbild in der römischen Liebeselegie oder Shakespeare’s Brutusdarstellung als Tyrannenmörder in „Julius Caesar“ oder lieferten eine Analyse zu der Sprache in den Werken des Astronomen Johannes Kepler. Besonders zu überzeugen wusste Frieda-Lotte Oesemann vom Privat-Gymnasium Stendal. Für ihren Vortrag zum Thema „Panem et circenses – zwischen Kolosseum und Social Media“ Untertitel: „Wenn Demütigung zur Unterhaltung wird“ sowie ihre Leistungen in den Auswahlgesprächen wurde die Abiturientin mit dem 2. Platz und damit dem Preis der Elisabeth-Lebek-Stiftung „Lebendiges Latein“ e.V. prämiert.
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Sie haben richtig gelesen: ein vielfältiges Angebot unterschiedlichster Vorträge ließ beim Certamen Franckianum 2024/2025 in seinem 29. Jahr eine große Vorfreude auf die Endrunde im Oberstufenwettbewerb entstehen.
Doch bevor ich zum Wettbewerb der „Großen“ komme, lassen Sie mich zuerst einen Blick auf die Wettbewerbe der Unterstufe und der Mittelstufe werfen – auch hier haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Mühe gegeben und tolle Arbeiten eingereicht.