An der Nordgrenze des Imperium Romanum. Ein Reisebericht von Pia Monz

Eine Reise unternehmen - irgendwo auf dem gesamten Gebiet des Imperium Romanum? Der Reisepreis der Elisabeth-Lebek-Stiftung, den ich im Finale des Certamen Carolinum 2023 gewonnen habe, ließ mir dafür sehr viele Möglichkeiten. Nach einigem Überlegen fiel die Wahl schließlich auf England, sodass ich mit einer Schulfreundin im September 2025 das Vereinigte Königreich erkundete und mich dabei auf die eine oder andere antike Spurensuche begab. Unsere Rundreise ab und bis Köln führte uns mit dem Zug vierzehn Tage lang in ganz unterschiedliche Städte, an Strände, Seen und Hügel sowie durch eine sehr reiche, vielfältige Geschichte. Veni, vidi, amavi - ich konnte so viel lernen, ausprobieren und erleben, dass ich eigentlich gar nicht mehr zurück wollte. An die Erinnerungen und die Umstände, die mir die Reise ermöglicht haben, werde ich noch lange zurückdenken!
Ich lade Sie ein, an meinen Reiseerfahrungen teilzuhaben und hier meinen gesamten Bericht zu lesen.
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Elisabeth-Lebek-Stiftung belohnt besondere Leistungen im Fach Latein beim Finale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen SOLO Plus
Auch in diesem Jahr hat die Elisabeth-Lebek-Stiftung "Lebendiges Latein" e.V. zwei Jugendliche auszeichnen dürfen, die im Rahmen des Bundeswettbewerb Fremdsprachen SOLO Plus mit Latein angetreten sind und mit besonderen Leistungen überzeugt haben.
Das Finale fand vom 19.-22. März 2026 in Bielefeld statt. 57 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland qualifizierten sich für die Finalrunde durch einen Videobeitrag zum Thema „Brücken bauen“ und stellten in Bielefeld ihre Fremdsprachenkompetenzen, sozialen Skills und ihre Kreativität in jeweils zwei Fremdsprachen unter Beweis; dies geschah in unterschiedlichen Formaten vom Podcast, über einen Escape-Room und eine Reader-Aufgabe zum Thema „Kernidentität“ bis hin zu einer mündlichen Prüfung. Wer mit Latein antrat, setzte sich u.a. auseinander mit Ovids Darstellung der Schöpfung des Menschen in den Metamorphosen und dem Raub der Sabinerinnen.
Die Elisabeth-Lebek-Stiftung belohnte Keti-Danai Mantzaridou vom Karlsgymnasium München-Pasing und Finn Schünemann vom Gymnasium Sulingen für ihre besonderen Leistungen im Fach Latein. Beide erhielten bei der Preisverleihung in der Kunsthalle Bielefeld einen Geldpreis in Höhe von 1200 Euro; dieses Preisgeld soll es ihnen ermöglichen, das archäologische Erbe der Römer „in situ“ kennenzulernen. Wir gratulieren der Preisträgerin sowie dem Preisträger und sind gespannt, welches Reiseziel sie wählen.
Trauer um OStD Dr. Günter Eckert
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Die Elisabeth-Lebek-Stiftung trauert um OStD Dr. Günter Eckert. Dr. Eckert war in vielfältigen Funktionen im Bildungswesen des Landes Sachen-Anhalt tätig. So gehörte er auch zu den Gründungsmitgliedern des Certamen Franckianum - Landesschülerwettbewerb für Latein und Griechisch und engagierte sich bis zuletzt als Jurymitglied dieses Wettbewerbs. In dieser Funktion initiierte er auch die Zusammenarbeit mit und die Förderung erfolgreicher Schülerinnen und Schüler durch die Elisabeth-Lebek-Stiftung. Die Arbeit der Stiftung unterstützte der passionierte Altphilologe auch als langjähriges Mitglied des Fördervereins. Nun ist er am 30.01.2026 viel zu früh im Alter von 64 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt allen Familienangehörigen und Hinterbliebenen. |
Julius Kaiser, Preisträger des Certamen Carolinum 2025, stellt sich vor
Mihi nomen est Julius Kaiser, ego sum natus XVIII annos et apud certamen carolinum anno MMDCCLXXVIII AUC præmio sum adfectus societatis, quæ nominatur Elisabeth-Lebek-Stiftung.
Ingressus sum studium linguæ Latinæ sexta classi gymnasii, quod antiquis temporibus semper eram excitatus cupiveramque plura de iis rebus cognoscere. In altissimis classibus gymnasii inter felices fui, qui cursui provecto linguæ Latinæ interesse possent. Nobis a magistra nostra certioribus de certamine carolino factis interfuerunt duo discipuli nostri cursus primae certaminis parti. In secunda ultimaque parte certaminis mihi occasio data est paulum de Silio Italico poeta loqui, qui nimis est ignotus et despectus, ut fert mea opinio. Ob hanc oratiunculam sum a iuroribus adfectus præmio provectionis illius societatis, quæ nominatur Elisabeth-Lebek-Stiftung; praemio utar ad Vesuvium montem et Pompeiios visitandos. Diebus illis, quos Aquis Granni egi, conversationibus cum aliis certatoribus valde sum delectatus. Latine loquendi arte non solum iam longe studio gaudioque adfectus sum, sed etiam rarissime ea sum fruitus, nunc ergo gaudeo, quod inter certatores tales Latine loquentes mecumque Latine sermonicari volentes inveni.
Officio publico in schola elementaria perfecto versaturus sum prorsus in Latina lingua rebusque historicis in universitate, ut fiam magister harum rerum.

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Wechsel im Vorstand der Stiftung vollzogen
Nachdem am 09.September 2025 Dr. Barbara Kowalewski und Alexander Weber zu den neuen Vorsitzenden der Elisabeth-Lebek-Stiftung Lebendiges Latein e.V. von der Mitgliederversammlung des Fördervereins gewählt worden sind, wurde am 03.Dezember 2025 der Wechsel im Vorstand der Stiftung durch Unterschriften und notarielle Beglaubigung vollzogen. Die beiden Vorsitzenden freuen sich auf die neue Aufgabe und die anstehenden Projekte im Jahr 2026.
Preisträger der Elisabeth-Lebek-Stiftung beim Certamen Carolinum 2025
Auch in diesem Jahr konnte die Elisabeth-Lebek-Stiftung wieder einen Finalisten des Certamen Carolinum – Landesschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW auszeichnen. Das Finale des diesjährigen Certamen Carolinum, das traditionellerweise am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen ausgetragen wird, fand statt vom 20. bis 23. November 2025. Dieses Mal bestand der Wettbewerb aus zwei Runden: wahlweise einer mehrstündigen Latein- oder Griechischklausur, die eine Übersetzung sowie eine Interpretation verlangte, sowie einem Vortrag zu einem selbständig gewählten Thema mit anschließendem Colloquium. Die Lateinklausuren widmeten sich der Frage „Woher kommen Ungerechtigkeiten? (Auszüge aus Cicero de officiis I 23-26) für die Jahrgangsstufe Q1 bzw. „Wozu ist der Mensch geschaffen? (Seneca de ira I 5) für die Jahrgangsstufe EF. In der Endrunde beschäftigten sich die Teilnehmenden z.B. mit der Bedeutung der Musik in Quintilians Institutio oratoria, dem Schicksal der Verginia in Titus Livius‘ Ab urbe condita, Auszügen aus Iuvenals Satiren und der Frage nach dem freien Willen in De rerum natura des Lukrez.

Mit dem Preis der Elisabeth-Lebek-Stiftung wurde der Abiturient Julius Kaiser vom Albertus-Magnus-Gymnasium in Bergisch Gladbach geehrt. Er widmete sich der Frage: Silus Italicus – postremusne bonorum poetarum? Herr Kaiser legte mit großer Leidenschaft dar, warum Silus Italicus im Gegensatz zur Meinung bedeutender Literaturwissenschaftler als äußerst lesenswerten Autor angesehen werden könne. Auch durch seine Fähigkeit des aktiven Lateinsprechens beeindruckte er die Jury sehr. Er durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 1200€ freuen. Der Preis, der im Rahmen eines Festaktes in der Aula Carolina überreicht wurde, soll es ihm ermöglichen, das archäologischen Erbe der Römer „in situ“ zu erkunden. Wir sind gespannt auf seinen Reisebericht und freuen uns darüber, dass Herr Kaiser bereits sein Lateinstudium an der Universität Köln begonnen hat.
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