Das Logo

Das Logo der Elisabeth-Lebek-Stiftung wurde von der Gründerin und Namensgeberin der Stiftung, Elisabeth Lebek, eigenhändig entworfen.
In ihrer Begrüßungsrede anlässlich der konstituierenden Sitzung des Vereins im Jahr 1995 erläuterte sie dieses wie folgt:
„Dieses Emblem stammt von einer Münze der römischen Republik und zeigt den nach zwei Seiten blickenden Gott Janus. Er hat nicht nur dem deutschen „Janusgesicht“ zu seinem Namen verholfen, sondern ist vor allem als der Gott des ersten Monats, des „Januar“, zu weltweiter Prominenz aufgestiegen. Für die Römer war Ianus der Gott der öffentlichen Durchgänge, die selbst ebenfalls iani hießen. Auch die römischen Triumphbögen hatten ursprünglich diesen Namen.
Aber das Wesen des Gottes mit dem doppelten Antlitz erschöpfte sich nicht in der Schirmherrschaft über solche Durchgänge. Am Anfang des ersten nachchristlichen Jahrhunderts hat der Dichter Ovid den Gott Janus in den Fasti, in seinem Gedicht über den römischen Kalender, als Allgottheit dargestellt, deren Blick die Vergangenheit durchdringt und zugleich der Gegenwart zugewandt ist. Ovid glaubte gewiss nicht an die reale Existenz eines solchen Gottes. Doch war der doppelgesichtige Janus für ihn ein einprägsames Symbol, das es erlaubte, die Verbindung des Alten mit dem Neuen sinnfällig auszudrücken. „Auch ich“, so lässt er dem Sinne nach den Gott sprechen, „schätze das Vergangene, aber ich gehöre zugleich meiner Gegenwart an. Beide Kulturbereiche gilt es in ihrem eigenen Wert zu sehen.“
In diesem Sinne bezeichnet der Janus der Münze auch das lebendige Latein, das der Zielpunkt des Vereins und der Stiftung ist. Gern erteile ich zum Schluss meiner Einführung dem Gotte Janus gewissermaßen als einem ideellen Vorstandsmitglied das Wort:
laudamus veteres, sed nostris utimur annis,
mos tamen est aeque dignus uterque coli.”