Preisträger Gerald Schmittinger stellt sich vor
Ich bin Gerald Schmittinger, 21 Jahre alt, und ehemaliger Preisträger der Elisabeth-Lebek-Stiftung.

Meine ersten Berührungspunkte mit Latein hatte ich schon in meiner Grundschulzeit: Mein Opa war Lateinlehrer, und seine Erzählungen weckten meine Neugier für die Sprache. Schon früh erlernte ich von ihm die lateinische Grammatik und beschäftigte mich mit seiner Hilfe später auch mit lateinischer Literatur, wie mit Auszügen aus Caesars De bello Gallico oder Ovids Metamorphosen.
Als ich an die weiterführende Schule, das Collegium Josephinum Bonn, wechselte, wählte ich Latein als zweite Fremdsprache. Auch in meiner Freizeit setzte ich mich weiterhin mit der Sprache auseinander, zunächst mit Unterstützung meines Opas und nach dessen Tod mit meiner ehemaligen Lateinlehrerin Frau Kampmann. Außerdem nahm ich zweimal am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil und gewann beim zweiten Mal den ersten Platz in NRW, wodurch ich am bundesweiten Sprachenturnier teilnehmen konnte.
Auf Empfehlung Frau Kampmanns meldete ich mich 2020 schließlich für das Certamen Carolinum an. Mit meiner Facharbeit zu Ciceros Appell an die Jugend in seiner Rede “Pro Sestio” gelangte ich in die zweite Runde, die Übersetzungsklausur, und erhielt wenige Wochen später auch die Einladung zur Endrunde. Dort hielt ich einem Vortrag zum Thema “Ikarus – ein Kind wird flügge”, in dem ich Ovids Darstellung der Ikarussage sprachlich, stilistisch und inhaltlich analysierte. Für diesen Beitrag wurde mir der Reisepreis der Elisabeth-Lebek-Stiftung verliehen.
In diesem Jahr habe ich meinen Bachelor in Informatik an der Universität Gent abgeschlossen und beginne nun meinen Masterstudiengang in Software Systems Engineering an der RWTH Aachen.
Seinen Reisebericht finden Sie hier.