Preisträger der Elisabeth-Lebek-Stiftung beim Certamen Carolinum 2025
Auch in diesem Jahr konnte die Elisabeth-Lebek-Stiftung wieder einen Finalisten des Certamen Carolinum – Landesschülerwettbewerb Alte Sprachen NRW auszeichnen. Das Finale des diesjährigen Certamen Carolinum, das traditionellerweise am Kaiser-Karls-Gymnasium in Aachen ausgetragen wird, fand statt vom 20. bis 23. November 2025. Dieses Mal bestand der Wettbewerb aus zwei Runden: wahlweise einer mehrstündigen Latein- oder Griechischklausur, die eine Übersetzung sowie eine Interpretation verlangte, sowie einem Vortrag zu einem selbständig gewählten Thema mit anschließendem Colloquium. Die Lateinklausuren widmeten sich der Frage „Woher kommen Ungerechtigkeiten? (Auszüge aus Cicero de officiis I 23-26) für die Jahrgangsstufe Q1 bzw. „Wozu ist der Mensch geschaffen? (Seneca de ira I 5) für die Jahrgangsstufe EF. In der Endrunde beschäftigten sich die Teilnehmenden z.B. mit der Bedeutung der Musik in Quintilians Institutio oratoria, dem Schicksal der Verginia in Titus Livius‘ Ab urbe condita, Auszügen aus Iuvenals Satiren und der Frage nach dem freien Willen in De rerum natura des Lukrez.

Mit dem Preis der Elisabeth-Lebek-Stiftung wurde der Abiturient Julius Kaiser vom Albertus-Magnus-Gymnasium in Bergisch Gladbach geehrt. Er widmete sich der Frage: Silus Italicus – postremusne bonorum poetarum? Herr Kaiser legte mit großer Leidenschaft dar, warum Silus Italicus im Gegensatz zur Meinung bedeutender Literaturwissenschaftler als äußerst lesenswerten Autor angesehen werden könne. Auch durch seine Fähigkeit des aktiven Lateinsprechens beeindruckte er die Jury sehr. Er durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 1200€ freuen. Der Preis, der im Rahmen eines Festaktes in der Aula Carolina überreicht wurde, soll es ihm ermöglichen, das archäologischen Erbe der Römer „in situ“ zu erkunden. Wir sind gespannt auf seinen Reisebericht und freuen uns darüber, dass Herr Kaiser bereits sein Lateinstudium an der Universität Köln begonnen hat.